Dienstag, 28. Februar 2017

Gemeinsam Lesen #13 - Das Muster der Liebe von Debbie Macomber

Die Aktion kommt von Schlunzen-Bücher. Dort werden jeden Dienstag 4 Fragen, wobei die 4. Frage jede Woche variiert, zu einem Buch beantwortet.

Nun zu meinem Buch in dieser Woche:

Welches Buch liest Du gerade und auf welcher Seite bist Du?
Auf der Suche, ob Debbie Macomber vielleicht ein neues Buch rausgebracht hatte, bin ich auf alte Bücher von ihr gestoßen und zwar auf die „Strickreihe“ und nun bin ich beim ersten Buch: „Das Muster der Liebe“. Ich bin aktuell bereits auf Seite 173.

Wie lautet der 1. Satz auf Deiner aktuellen Seite?
Jacqueline musste sich auf die Zunge beißen, um nicht herauszuplatzen, wie sehr Tammie Lees leierige Art zu sprechen sie ärgerte.“

Was willst Du aktuell zu Deinem Buch loswerden?
Wie auch in der RoseHarbor-Reihe geht es in diesem Buch immer wieder um die verschiedensten Geschichten von Menschen, hier vorwiegend um Frauen, die in dem neu eröffneten Lädchen „A good yarn“ zusammen einen Strickkurs besuchen und dort zu Freundinnen werden. Ich habe gestern Abend erst angefangen zu lesen und konnte wieder nicht aufhören zu lesen. Ich freue mich darauf, zu erfahren, wie es Lydia (der Ladeninhaberin) in ihrem Leben weitergeht, nachdem sie zum 2. Mal den Krebs besiegte, sowie Carol mit ihrem Babywunsch, Jacqueline, die ungewollt Oma wird und Alix, der Punkerin, die noch ihren eigenen Weg finden muss, weitergeht.

Welches Buch eines eher unbekannten Autors/Autorin hat Dich zuletzt begeistert?
Ohweh, ertappt, ich weiß gar nicht, welcher Autor nicht so bekannt ist. Meistens habe ich so die gängigen Bücher da, die aktuell angesagt sind oder eben – wie heute – eine Autorin, die ich neu entdeckte und nun ältere Bücher von ihr lese. Auf Anhieb fällt mir Anne Colwey ein, mit der ich schon einmal ein Interview führen durfte, was Ihr gerne hier nachlesen könnt.

Welches Buch lest Ihr gerade?
Wollt Ihr vielleicht mitmachen bei dieser Aktion?
Dann hinterlasst mir Eure Empfindungen zu diesen
Fragen in den Kommentaren oder im eigenen Blog!


Eure Ivi


Montag, 27. Februar 2017

Alltagsgeschichten - ein ganz normaler Sonntag - in der Faschingszeit

Was bin ich froh, wenn ich wirklich mal einen „normalen“ Tag habe, der dann zusätzlich noch auf einen Sonntag fällt. Obwohl...heute normal? Ich nehme Euch heute mal mit an einem Sonntag, wie es bei uns läuft...Heute ist kein normaler Sonntag, denn mein Prinz muss arbeiten und dazu ist noch Faschingszeit. Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich die Faschingszeit hasse und froh bin, wenn der Aschermittwoch da ist 😉

5.15 Uhr stehe ich auf, bekomme gerade noch einen Abschiedskuss vom Prinzen. Dann mache ich mir meinen morgendlichen Cappuccino, füttere die Katzen und checke mein SocialMediaNetz.

5.45 Uhr Die Kinder kommen aus ihrem Zimmer und dann geht es auf dem frühen Morgen schon mindestens eine halbe Stunde lang mit dem Gezicke los *Augenverdreh* (ich hab sie dann nach dem Papa-Telefonat und einem kleinen Snack wieder in ihr Zimmer geschickt zum Auszicken)

7.45 Uhr Die Kinder sind fertig mit Waschen und Anziehen (ich schon lange, *lach*) und wir frühstücken.

8.51 Uhr Der Preisvorschlag für eine Übergangsjacke für´s Gummibärli wurde akzeptiert, so bezahle ich sie schnell und überweise auch noch fix das Taschengeld für die große Motte für März 😉

9.00 Uhr Die Kinder gehen zum Opa. Ich hatte inzwischen schon die Küche aufgeräumt, abgewaschen, Geschirrspüler angemacht und was so anfällt morgens wie Betten machen, Katzenklos etc.

9.30 Uhr Die große Motte kommt hoch, erzählt mir, dass die Kinder unten Süßes essen beim Opa und frühstückt. Ich mama-mäßig dann also die Kinder ermahnt, dass es so früh nix Süßes gibt (zumal sie heute garantiert noch Süßes beim Faschingsumzug bekommen).

9.33 Uhr stelle ich fest, dass irgendwer den kleinen Kratzbaum abgebrochen hat 😓 Gut, dass wir noch einen Ersatzstamm haben.

9.45 Uhr Während ich Bügelperlenfiguren repariere und neue bügele und aufhänge, höre ich die Kirchenglocken und überlege kurz, ob wir doch zum Kindergottesdienst gehen. Entscheide mich aber dagegen, da die Kinder schon genug aufgeregt sind. Nächstes Mal wieder.
10.24 Uhr sitze ich hier und schreibe schon mal alles für Euch. Gleich im Anschluss werde ich wohl die Prospekte der Supermärkte durchforsten und aufschreiben, was wir brauchen, damit ich gleich morgen nach dem Kindergarten einkaufen fahren kann.

10.45 Uhr mein Prinz ruft an und wir schnabbeln*.

11.00 Uhr Ich finde ein schönes neues Schnittmuster für eine Hose (unserem Gummibärli passen die normalen Hosen sehr schlecht) und ich drucke es gleich mal aus.

11.10 Uhr Die Kinder sind wieder hier oben und so kann ich Würmchen die Schuhe anprobieren, die der Prinz bestellt hat. Leider passen auch diese nicht (sie hat so unsagbar zarte und schmale Füße)

11.15 Uhr Wir überlegen, was wir zum Mittagessen machen und entscheiden uns für Kartoffelbrei, Gemüse und Spiegelei. 

12.45 Uhr Aufbruch zum Faschingsumzug nach Au am Rhein, einer der schönsten und längsten Umzüge hier in der Umgebung. Was macht man nicht alles für seine Kinder *Augenverdreh*

13.37 Uhr Der Umzug beginnt und geht ca. 2h, danach gab es dann noch Kuchen bei der Schwägerin. Genug ist genug sagt die Mama und es geht dann gegen 16.30 Uhr wieder heim, wo der Papa schon wartet. Der Umzug war sehr schön, die Sonne schien warm und die Ausbeute von einem Einkaufsbeutel voll war in Ordnung 😉
17.00 Uhr Die Kinder bekommen Abendessen-Snack (da sie soviel Kuchen/Süßes hatten) und dürfen ihre Lieblingssendung schauen. Mein Prinz und ich schnabbeln*, was der Tag so brachte.

17.50 Uhr Ein leises Schnarchen ertönt von der Couch. Das Würmchen wurde vom Schlaf übermannt 😆 Es war wohl alles zuviel. Der Prinz trägt sie ins Bett, wo noch eine schläfrige Frage kommt: „Warum gehen wir schon ins Bett?“

18.50 Uhr Nachdem das Gummibärli auch im Bett liegt, essen wir beide zu Abend.

20.30 Uhr Wir beide liegen im Bett. Der Prinz hat seinen Wecker gestellt – auf 4.00 Uhr – wie so oft in der letzten Zeit.

23.35 Uhr Würmchen ruft, weil irgendwas aus ihrem Bett gefallen ist. Wir gehen gleich noch einmal auf die Toilette, weil sie das abends ja nicht mehr geschafft hatte.

Es war ein langer Tag für die beiden Kleinen, aber er war schön. Am Montag und Dienstag dürfen die zwei noch einmal verkleidet in den Kindergarten kommen und dann ist gott sei Dank Faschingszeitende.

Wie sieht denn bei Euch so ein normaler Sonntag aus?
Ihr dürft es mir gerne im Kommentar hinterlassen!


Eure Ivi

*schnabbeln = reden

Donnerstag, 16. Februar 2017

Warum ich so bin wie ich bin .... Mutationsfaktor 5 Leiden

Dienstagmorgen, 7 Uhr, ich gehe ins Bad, halte mich am Türrahmen fest, merke, wie ich in Watte eingehüllt werde, schleppe mich noch zur Toilette, um mich hinzusetzen... Das Nächste, was ich wieder mitbekomme, dass ich auf dem Boden im Bad liege, mein Kopf tut weh, ich kann nicht gut atmen. Ich bekomme Angst, panische Angst, mein Herz rast. Die große Motte ist noch da, schießt es mir durch den Kopf. Ich rufe sie, mehrfach, erst dann hört sie mich. Bitte sie, mir mein Handy zu holen. Ich komme nicht vom Boden hoch. Rufe meinen Hausarzt an und gott sei Dank geht er schon ans Telefon (zu der Zeit wohnen wir in einem 2500 Seelendorf). Er kommt vorbei. Ich wollte an diesem Morgen eh zu einem Arzt, da mir ein Bein immer so weh tat. An eine Thrombose habe ich zu dem Zeitpunkt nicht gedacht, warum auch, das war doch eine Alte-Leute-Krankheit. Ich merkte, dass mein Hausarzt sich unschlüssig war. Er untersuchte mich und bat mich dann, später in seiner Praxis vorbeizuschauen. Er half mir ins Bett.

Später, der Weg war eigentlich nur 10 min zu Fuß zu seiner Praxis, aber ich brauchte bestimmt eine halbe Stunde, bekam keine Luft, musste immer wieder stehenbleiben. In der Praxis noch mehr Untersuchungen, zum Schluss der Verdacht auf Thrombose mit Lungenembolie und er rief einen Krankenwagen, damit ich in die Klinik kam. Meine Tränen liefen nur noch so. Mein erster Gedanke war die große Motte. Ich war zu dem Zeitpunkt zwar kein Single, wir hatten aber noch eine Fernbeziehung, mein Prinz und ich. Die große Motte war in der Schule, ich hatte sie fahren lassen. Später erfuhr ich, dass sie sich einen Riesenkopf um mich gemacht hatte. Ich rief die Mutter ihrer Freundin an, damit sie wenigstens nach der Schule nicht allein daheim war, wenn sie es erfahren sollte, da ich einen längeren Krankenhausaufenthalt vermutete.

In der Klinik angekommen, bestätigte sich der Verdacht. Es wurden weitere Untersuchungen und Tests gemacht, um herauszufinden, woher die Thrombose kommen könnte. Die erste Nacht auf der Intensivstation. Geschlafen habe ich kaum. Meine Gedanken kreisten immer wieder um die große Motte. Wer kümmerte sich um sie? Bei wem konnte sie bleiben? Natürlich hatte ich meinen Prinzen informiert, aber – jedenfalls nahm ich das an – er konnte ja auch nicht einfach mal so weg von der Arbeit. Nun, falsch gedacht, am nächsten Tag stand er einfach mal so im Zimmer bei mir im Krankenhaus. Meine Tränen versiegten endlich einmal. (Die große Motte hätte zwar bei ihrer Freundin ein paar Tage bleiben können, aber es war mir lieber, wenn sie in ihrer gewohnten Umgebung bliebe.) In diesem Moment wusste ich, es war der Richtige. Nicht, weil er alles stehen und liegen ließ für mich, sondern weil ich mich sicher aufgehoben fühlte bei ihm. Dennoch nervte ich die Ärzte so, dass ich nach 10 Tagen schon entlassen wurde. Mein Hausarzt erkundigte sich auch immer wieder im Krankenhaus nach mir, ich habe mich danach auch ganz doll bei ihm bedankt. Wer weiß, was noch gekommen wäre, wenn er nicht gleich nach mir gesehen hätte an jenem Morgen.
Der Prinz hatte nur Unsinn im Kopf
Natürlich war ich noch nicht arbeitsfähig, musste ständig zu irgendwelchen Ärzten, Tests, Ergebnisse etc. Herausgefunden selbst wurde, dass ich einen Gendefekt, den Mutationsfaktor V, auch genannt APC-Resistenz, habe. Dies ist eine Erbkrankheit. Bei dieser ist das Thromboserisiko um ein Vielfaches höher als bei Menschen, die dies nicht haben. Es ist eine genetische Mutation am Blutgerinnungsfaktor (es gibt nicht nur den Faktor 5, sondern auch noch andere Faktoren). Es gibt zwei verschiedene Härtegrade: heterozygot (nur ein Elternteil hat es auch) und homozygot (beide Elternteile haben es). Bei mir ist es heterozygot und somit habe ich ein 5-10fach höheres Risiko, eine Thrombose zu bekommen. Bei Homozygoten ist es 50-100fach mal höher, tritt aber nur sehr selten auf.

Wie wird diese Krankheit behandelt? Im Krankenhaus bekam ich dann Heparinspritzen. Diese sollten dafür sorgen, dass das Blut flüssiger ist und somit den Thrombus, den Verursacher der Thrombose bzw. der Lungenembolie, aufzulösen. Nach Entlassung wurde ich mit Marcumar-Tabletten eingestellt und musste immer wieder das Blut kontrollieren lassen. Nach ca. 6 Wochen konnte ich dann auch wieder zur Arbeit gehen. Mittlerweile muss ich keine Tabletten mehr nehmen, das Blut wird aber regelmäßig kontrolliert.

Wenn ich lange Strecken mit dem Auto fahren muss oder mit dem Flugzeug in den Urlaub möchte, muss ich Thrombosestrümpfe anziehen und mir Heparin spritzen. Auch wenn ich z. B. nur mal länger im Bett liege, wie letztes Jahr mit der Grippe, bekomme ich Heparinspritzen, ebenso wie nach Operationen. Gerade bei ärztlichen Behandlungen muss unbedingt angegeben werden, dass man ein solches Mutationsfaktor-Leiden hat. Ebenso für Frauen ist es sehr wichtig, dies bei ihrem Gynäkologen anzugeben, denn dann sind Hormon-Verhütungsmittel (Pille, Spirale) verboten. Übrigens muss man sich auch in der Schwangerschaft Heparin (oftmals) spritzen, wenn man ein Mutationsfaktor-Leiden hat. Von unseren 3 Kindern haben die große Motte und das Würmchen auch diesen Gendefekt. Das haben wir bald testen lassen, da es ja eine Erbkrankheit ist. Des Weiteren sollte man sich weitestgehend gesund ernähren, Sport treiben und nicht rauchen.

Übrigens heißt diese Krankheit „Leiden“, weil es erstmals in der niederländischen Stadt Leiden erkannt wurde. Nicht, weil man darunter „leidet“ 😉 Nun, leiden tut der ein oder andere vielleicht, aber wenn man alles befolgt, „leidet“ man darunter nicht unbedingt. Man muss nur gewisse Vorschriften befolgen, dann geht es einem gut.

Warum nun diese Überschrift zu diesem Artikel? Ich war vorher schon relativ selbstbewusst und habe mir (fast) nichts gefallen lassen. Als ich danach aber immer wieder zu hören bekam „und Sie leben noch? Da haben Sie aber viel Glück gehabt!“, wurde mir erst bewusst, dass ich dem Tod tatsächlich im wahrsten Sinne „von der Schippe gesprungen war“. Oftmals gehen Lungenembolien nämlich tödlich aus. Noch heute läuft es mir kalt rieselnd den Rücken hinunter, wenn ich daran denke, was wäre wenn. Das darf ich gar nicht so oft machen. Ich denke, auch dadurch bin ich härter geworden. Härter zu mir selbst, härter im Leben. Ich lasse mir nichts mehr gefallen und auch wenn ich dadurch irgendwo anecke...ich mache das, was MIR gut tut und das ziemlich bewusst!

Es klingt hart und egoistisch, ist es im großen Sinne auch. Allerdings bin ich bisher damit gut gefahren. Natürlich versuche ich, mir selbst treu zu bleiben, aber ich habe mich dadurch verändert, das weiß ich. Die mich kennen, wissen das. Die mich kennen, akzeptieren das. Die mich kennen, scheinen mich so zu mögen, wie ich bin 😉

In diesem Sinne wünsche ich Euch so etwas, was mir passiert ist, NIEMALS! Ihr könnt aber gerne einen Kommentar hinterlassen, wenn Euch auch mal etwas im Leben passiert ist, wo Ihr danach Euer Leben verändert habt.

Eure Ivi