Donnerstag, 30. April 2015

Bastelanleitung Windlicht - Geschenkidee

Ein schnelles und preiswertes Geschenk für Oma, Opa, Tante&Onkel ist ein schönes Windlicht.
Man benötigt:
  • Transparentpapier in bunten Farben
  • transparenten Kleber
  • Pinsel
  • ein kleines Marmeladenglas / Babygläser ohne Etikett
  • Zeitung zum Drunterlegen
  • Kerze

Anleitung:

Zunächst breitet man die Zeitung aus, damit kein Kleber auf den Tisch oder die Tischdecke tropft.

Dann zerreißt man das Transparentpapier in kleine 1-2cm große Stücke. Am besten sammelt man diese in einer kleinen Schüssel, sonst fliegen sie auf dem Tisch herum.

Das Glas wird dann mit Kleber eingestrichen. Größere Kinder können den Kleber ggfs. gleich aus der Flasche auftragen. Für die kleinen Kinder bietet es sich an, diesen in einen kleinen Becher/Schale zu geben, so dass sie den Kleber dann mittels Pinsel auftragen können. Am besten ist es, immer erst eine kleine Fläche mit Kleber zu bepinseln und die Transparentpapierstücke aufzukleben. Schritt für Schritt, bis das Glas schön bunt beklebt ist.

Zum Schluss kommt eine Kerze oder ein Teelicht hinein. Die Kerze klebe ich mit Wachs am Boden des Glases fest. Schön verpackt ist es eine schnelle und preiswerte Geschenkidee.

Nun viel Spaß beim Basteln,

Eure Ivi


PS. natürlich kann man die Gläser auch noch anderweitig verzieren, z.B. mit einem Band drumherum o.ä.

Mittwoch, 29. April 2015

Katze oder Kater - wer oder was bin ich überhaupt?

Mit mir kann man es ja machen...
Hallo,

Ihr seht mich immer nur und nun hat Frauchen auch noch ein Ritual von mir beschrieben....nun muss ich mich endlich mal mehr vorstellen, damit Ihr überhaupt wißt, wer ICH bin.

Ich bin Mietzi...mein Herrchen sagt immer „das ist MietzE, ohne i“. Aber mein Frauchen sagt, nein, den Namen habe ich schon fast 13 Jahre lang. Nun habe ich auch noch mein Alter verraten, shit!
Ich bin ein Haustier, eine männliche europäische Kurzhaarkatze, genannt Kater oder Mietzi, Mietze, Scheißerchen, Dickerle, Opa. Jaaaaa, oft nennen sie mich „Opa“...das bin ich aber höchstens vom Alter, denn ich bin schon recht früh kastriert (da wurde mir auch schon vom Doc prophezeit, dass ich dicker werde, die Veranlagung habe) worden, so dass ich keine Nachkommen in die Welt setzen konnte. Eigentlich schade, denn ich habe schönes gestreiftes Fell (leider wird es schon grau).

Ich bin mit knapp 6 Wochen zu meinem Frauchen gekommen. Sie hat mich auf einem Bauernhof aufgelesen, weil meine richtige Mama mich verstoßen hat. Mein Frauchen hat mich aufgepäppelt und mich immer wieder hinter dem Kühlschrank vorgeholt, wo ich mich anfangs versteckt habe. Oft bin ich mit meiner Familie umgezogen, aber ich bin kein VERzogener Kater. Mein jetziges Heim gefällt mir am Besten, denn hier kann ich im Frühjahr bis Herbst auch in den Garten.

Was mache ich am liebsten? Mittlerweile machen die Knochen nicht mehr ganz so doll mit, aber ich komme immer noch die Treppen im Haus hoch und runter. Früher habe ich noch gerne gespielt, Vieles gejagt, ob es nun Kuscheltiere oder Fliegen und Spinnen waren... Jetzt schlafe ich wirklich sehr gerne (am liebsten in Frauchens Armen oder im Bett), naja und Essen ist auch nicht zu verachten! Vom Tisch bekomme ich fast nie etwas, aber das hat wohl so seine Richtigkeit, leider...

Durch meine Krankheit vor knapp 7 Jahren hat mein Frauchen mein Essen auf Trockenfutter auf Anraten der Tierärztin umgestellt. Vorher hatte ich Nassfutter & Trockenfutter nur als Leckerli. Damit ich mehr trinke, bekomme ich nun nur noch Trockenfutter. Zu Feiertagen gibt mir mein Frauchen aber auch mal eine Tüte Nassfutter, was ich immer ganz schnell aufschlabbere.

Ab Frühjahr bin ich oft im Garten zu finden, wenn der Opa (der ist übrigens immer lieb zu mir und ich bekomme von ihm täglich eine Leckerli-Stange) unten die Balkontür aufmacht für mich. Manchmal flitze ich auch durch die Haustür raus in den Garten, wenn jemand die Tür offen lässt. Manchmal muss ich dann erstmal die Nachbarskatzen verjagen. Mit denen habe ich mich auch schon gekloppt. Leider zog ich den Kürzeren und musste zum Tierarzt :( Im Winter sitze ich ab und an dann auf dem Fensterbrett und schaue hinaus.

Auch das Jagen durfte ich mal erleben. In einem strengen Winter sind die Mäuse vom Dachboden bis in die Wohnung geklettert und mein Frauchen hat extra eine für mich ins Bad eingesperrt, damit ich mal in den Genuss komme, eine Maus zu verspeisen. Meine Menschen fanden das eklig, aber ich fand das LECKER!

Ich finde es toll, so liebe Menschen um mich herum zu haben. Ich bin ein sehr geduldiger Kater und auch wenn da noch zusätzlich zwei kleine Menschenkinder um mich herumtoben, mir einen Sabberlatz umbinden oder einen Blumenkranz auf den Kopf legen, mir auch mal auf die Füße oder den Schwanz treten, ich bin ihnen nicht lange sauer, denn sie kraulen mich und streicheln mich, wann immer sie mich sehen und das ist für mein Katerherz das Beste überhaupt (neben dem jährlichen Weihnachtsgeschenk)!

So, nun wißt Ihr, wer ich bin.
Vielleicht stellt Ihr Euch auch mal vor,
denn ich weiß so gar nix von Euch Bloglesern!

Euer Mietzi
(den Namen mit „i“ habe ich bekommen,
weil mein Frauchen noch nicht wußte,
dass ich ein Junge bin, als sie mich bekam!)

Mein Herrchen hat den Knall auch noch nicht gehört!
So ein Korb-Taxi hat auch was...

Vor lauten Geräuschen habe ich Angst, so wie bei der Badsanierung





Dienstag, 28. April 2015

Rituale - wichtig und sinnvoll oder nicht?

Sowohl für die Kinder als auch für uns Erwachsene gibt es Rituale, aber was sind Rituale überhaupt?

Wikipedia sagt Folgendes dazu: „Ein Ritual (von lateinisch ritualis, den Ritus betreffend, rituell) ist eine nach vorgegebenen Regeln ablaufende, meist formelle und oft feierlich-festliche Handlung mit hohem Symbolgehalt. Sie wird häufig von bestimmten Wortformeln und festgelegten Gesten begleitet und kann religiöser oder weltlicher Art sein (z.B. Gottesdienst, Begrüßung, Hochzeit, Begräbnis, Aufnahmefeier etc.).“

Wir haben doch einige Rituale, die ich Euch mal erzählen will:

Fangen wir doch mal mit dem Tag morgens an. Nach dem Aufstehen wird der Wasserkocher/Kaffeemaschine für Cappuccino und Kaffee angeworfen, dann das Katerle gefüttert und meistens bekommen die Kinder etwas Kleines zu essen. Danach wird sich angezogen, gewaschen und dann gibt es Frühstück. Da es täglich etwas Wiederkehrendes ist, ist dies ein Ritual.

Im Kindergarten gibt es Rituale wie auch daheim im Alltag. Es wird in einer großen Gruppe gesungen (freitags), es wird geturnt (dienstags), im Garten gespielt, gebastelt, gemalt etc. und es gibt einen Stuhlkreis, oftmals als Abschiedsrunde (pädagogisches Ritual). Auch das Bring- und Abholritual ist ganz wichtig, damit das Kind weiß, „jetzt gehe ich „arbeiten“ und Mama holt mich später wieder ab“.

Abends sind auch immer wiederkehrende Rituale. Es gibt zwischen 16.30-17 Uhr Abendessen mit einem Tischspruch (das ist ein pädagogisches Ritual), danach dürfen die Kinder fernsehen. Nach dem Sandmännchen wird sich bettfertig gemacht (Würmchen oftmals zur Zeit auch schon vorher). Es wird sich gewaschen, umgezogen, Gummibärli bekommt eine Geschichte vorgelesen. Würmchen liegt dann schon meistens mit ihrem Tee, ihrem Schnulli nach einem Lied im Bett. Die Spieluhr wird aufgezogen, es gibt einen Kuss und es wird „eingekuschelt“. Gummibärli bekommt ihr Kirschkernkissen aufgewärmt, geht ins Bett, bekommt die Socken im Sommer ausgezogen, wird eingekuschelt und nach einem Lied gibt es noch einen Kuss. Dann gehen wir raus, lassen die Tür einen Spalt offen. TÄGLICH kommt die Frage „ist die Tür offen?“ - „ja“ - „ganz weit?“ - „ja“. Da es täglich etwas Wiederkehrendes ist, ist dies ein (pädagogisches) Ritual.

Auch bei uns Erwachsenen gibt es Rituale. Es gibt kleine und es gibt große Rituale. Abends schauen der Prinz und ich Nachrichten, danach meistens noch „Grey´s Anatomy“ und dann gehen wir (fast) immer zusammen ins Bett, auch wenn es für andere Menschen früh erscheint. Wir kuscheln zusammen, reden über Dinge, die noch zu machen sind oder uns bewegen. Ein anderes Ritual ist ein Willkommenskuss und ein Abschiedskuss zwischen uns. Noch dazu sagen wir uns „Ich liebe Dich!“. Viele mögen das übertrieben halten, aber uns ist es einfach wichtig geworden.

Rituale ziehen sich durch den ganzen Tag. Ob es das morgendliche Telefonat mit dem Papa ist (weil dieser ja meistens schon vor 4 Uhr aus dem Haus geht) oder verschiedene Nachrichten über den Tag verteilt mit der großen Motte. Der Opa z. B. isst täglich um 11.30 Uhr Mittag oder trinkt täglich seinen Kaffee gegen 15.00 Uhr. Wenn ein oder beide Kinder beim Einkaufen dabei sind, gibt es immer erst eine Brezel, danach können wir dann in Ruhe alles einladen. All das sind Rituale, weil sie immer wiederkehrend sind.

In der Arbeit (viel kann ich hier dazu nicht schreiben, da ich ja zur Zeit als Mama arbeite) gibt es auch Rituale. Ob es erstmal der Kaffee ist, wenn man im Büro ankommt oder die Besprechung mit Chef/Mitarbeiter, was ganz wichtig ist an diesem Tag. Wenn es täglich ist, sind dies auch Rituale.

Andere Rituale sind z. B. an Geburtstagen oder anderen Feiertagen:

An Geburtstagen gibt es für das Geburtstagskind bei uns immer einen Geschenketisch. Da kommen die Geschenke drauf, die es bekommt. Daneben kommt immer eine Kerze als Lebenslicht mit auf diesen Geschenketisch. Das Geburtstagskind bekommt einen selbstgebackenen Kuchen, oftmals mit der Zahl drauf.

Bei Hochzeiten (und da habe ich mich jetzt nur mal an Europa gehalten) gibt es auch Rituale. Unter anderem wären da z.B. weiße Tauben fliegen lassen, Trinkgläser nach dem Leeren auf die Erde werfen oder zertreten, die Braut über die Türschwelle zu tragen, Reis oder Konfetti zu werfen, Bäumchen pflanzen, Brot zerbrechen und ein Herz aus Stoff auszuschneiden und hindurchzutreten zusammen (ähnlich wie über die Türschwelle). Da diese Dinge immer wieder auf Hochzeiten auftauchen, sind es auch wiederkehrend Dinge, also Rituale. Ein sehr wichtiges Ritual bei einer Hochzeit ist wohl der Ringwechsel und der Hochzeitskuss.

Bei Begräbnissen ist es ein Ritual, dass man nach der Beisetzung / Trauerfeier noch mit allen Anwesenden wo einkehrt und den sogenannten „Leichenschmaus“ zu sich nimmt. Religiöse Familien haben dann auch jährlich wiederkehrende Tage, wo der Verstorbene in einem Gottesdienst genannt wird und die Familien danach sich wieder (in kleiner Runde) zusammenfinden und etwas essen / trinken im Gedenken an die Verstorbenen.

Fazit: Rituale sind wichtig finde ich. Sie geben einem Halt und Orientierung im Leben. Gerade für Kinder sind immer wiederkehrende Sachen sehr wichtig. Kinder scheuen oftmals neue Sachen, weil sie sie nicht kennen. Dadurch sind sie stabil und haben weniger Ängste. Gerade durch Rituale wie z.B. den Stuhlkreis im Kindergarten lernen die Kinder im kleinsten Alter schon, dass etwas zuende geht, es am nächsten Tag aber wiederkommt.

Rituale sollen etwas Schönes sein, damit man sie genießen kann!

Habt Ihr auch Rituale? Erzählt doch mal davon!

Eure Ivi

PS: ein für uns lustiges Ritual ist von unserem Katertier: jeden Abend liegt er bei uns auf der Couch. Wenn wir ins Bett gehen, geht er auch ins Bett, ABER: erstmal muss er auf´s Klo gehen, dann geht er noch geschwind was knabbern (Betthupferl), manchmal geht er dann nochmal auf´s Klo und dann kommt er zu uns ins Bett, legt sich hin am Fußende und fängt an zu schnarchen :)